Zehn Rollenspielbücher für den N3rdpol

 

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Dem Tentakel und der Seifenkiste folgend hier meine zehn Lieblingsrollenspielbücher in völlig willkürlicher Reihenfolge (von hinten links nach vorne rechts):

1. DCC – Dungeon Crawl Classics:

Die Oldschool-Welle ist auch bei mir im Regal angekommen. Bisher bin ich leider noch nicht dazu gekommen diesen Oldschool-Brecher in der Praxis zu testen. Aber das stimmige Design und die gar nicht so oldschooligen Regeln machen Lust auf mehr. Wirklich ein tolles Produkt, das immer wieder zum Schmökern einlädt.

2. FATE Core

Ich bin gar nicht mehr so der FATE-Fan wie ich es einmal war, aber eines muss man FATE Core lassen: Ich habe noch nie ein so gut strukturiertes und durchdachtes Regelwerk gelesen. Der „kleine Bruder“ FATE Accelerated ist auch nicht zu verachten. FATE Core kommt also unter die 10 Besten.

3. Shadowrun 4. Edition – Pegasus

Mein erstes Rollenspiel das ich gespielt habe war Shadowrun. Ich will hier aber nicht nostalgisch werden (das kommt später ;)) sondern herausstellen, dass Shadowrun 4 in der Version von Pegasus eines der bestdesigntesten Rollenspielprodukte ist, das ich kenne. Für einen Shadowrun-Veteranen wie mich gehört es daher zu den Top Ten.

4. The Song of Ice and Fire RPG – Game of Thrones Edition

Die Bücher sind der Wahnsinn, die Serie ist superb und das Rollenspiel fügt sich nahtlos in die literarische und filmographische Vorlage ein. Erzählerische, gut strukturierte Regeln, die sich im Praxistest als durchdacht und flüssig spielbar erwiesen haben. Ein tolles Produkt, das ich jedem GoT Fanboy (und auch allen anderen) ans Herz legen kann.

5. John Sinclair Abenteuerspiel

Für Rollenspielveteranen etwas ungewöhnlich, aber da ich seit meiner Kindheit John Sinclair Hörspiele förmlich wegatme und ihnen auch heute noch treu bin muss das JS Abenteuerspiel unter die besten Zehn. Dieses Buch hat mir und der Gruppe mit der wir es gespielt haben viele spannende und spaßige Abende beschert. Ein wirklich rundes Produkt, das das Flair der Hörspiele und Romane wunderbar einfängt. Weiterlesen ‚Zehn Rollenspielbücher für den N3rdpol‘

Rollenspiel-Overkill

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Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Wenn man sich länger mit Rollenspielen und verschiedenen Systemen auseinandersetzt kommt man irgendwann an den Punkt an dem man den Blick über den Tellerrand riskiert. Man kennt vielleicht ein, zwei Systeme aus der eigenen Gruppe und dann  schleicht sich heimlich still und leise die Frage in die Hirnwindungen: „Was gibt es denn sonst noch so?“ – Gute Frage, also schnell ins Internet und gucken, welche Rollenspiele noch so existieren.

Uuuuuh, das sieht interessant aus!

Gerade noch überlegt, was der Rollenspiel-Markt so zu bieten hat und zack, macht man die Erkenntnis es gibt eine ganze Menge Rolllenspiele. Schlimmer noch, plötzlich findet man sich in einem Teufelskreis neuer interessanter Spielansätze, Settings und Regelsysteme wieder, die einen zu einem kaufwilligen Konsumenten machen. Immer her mit dem neuen Kram und ab damit ins Bücherregal.  Weiterlesen ‚Rollenspiel-Overkill‘

DSA5!?! – die Hoffnung starb zuletzt

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© M.E. / PIXELIO‘

Zack, da sind sie… die Ergebnisse der großen DSA-Ulisses-Umfrage. Und zack, da sind die Diskussionen um die große Umfrage von Ulisses zu DSA. Den passenden Rant der Analogkonsole gibt es ebenfalls, sowie eine nicht enden wollende Diskussion im Tanelorn Forum. Grund genug, dass ich auch meinen Senf dazu abgebe…

Enttäuschte Hoffnungen

DSA. Das ist für viele deutsche Rollenspieler der erste Kontakt mit dem heißgeliebten Hobby gewesen. Auch für mich trifft diese, nicht allzu gewagte, These zu. Viele Spieler finden die Hintergrundwelt interessant und irgendwie hängt man auch am „guten alten Aventurien“. Dennoch wenden sich, mal früher, mal später, einige Aventurien-Bespieler bewusst vom Regelwerk ab und suchen andere Regelwerke, um Abenteuer in Aventurien zu erleben. Das uneinheitliche, kolossale Regelwerk und die bisweilen schwer kalkulierbaren Regelmechanismen sind hier unter anderem als Gründe zu nennen.

Dennoch bleibt anscheinend der Wunsch Aventurien zu bespielen. Umso größer sind die Hoffnungen eben jener Spieler auf eine neue Edition des Schwarzen Auges. Denn auch wenn man inzwischen Alternativen gefunden hat, ein richtig gut durchdachtes Regelwerk würde viele Ex-Spieler wieder zum offiziellen Regelwerk zurückbringen.

Umso begeisterter haben viele, dazu zähle auch ich, an der Umfrage teilgenommen. Weg mit dem Regelwust, weg mit der 3W20-Probe, weg mit dem Schienenverkehr, weg mit all dem was DSA aus meinen Augen unattraktiv macht. Doch halt, man hat die Rechnung ohne die DSA-Spielerschaft gemacht. Weiterlesen ‚DSA5!?! – die Hoffnung starb zuletzt‘

Hobby Rollenspiel? – Ein kleiner Leitfaden für Einsteiger

Du wolltest auch schon immer wissen was das eigentlich ist? Perfekt, denn hier gibt es einen Leitfaden für Einsteiger rund um das Hobby Rollenspiel.

Stift&Papier-Rollenspiel – Ist das ein Hobby für mich?

Du liebst (spannende, witzige, gruselige, actionreiche etc.) Geschichten? Gut, denn das ist wohl die Hauptvoraussetzung für eines der schönsten Hobbies der Welt. Denn genau darum geht es, um Geschichten aller Art.

„Wo ist denn da der Unterschied zum Bücher lesen?“

Eine berechtigte Frage. Beim Rollenspiel erlebt man Geschichten nicht nur alleine, sondern gemeinsam mit Freunden. Man erlebt sie nicht passiv, indem man den Helden der Geschichte zuschaut, sondern man ist mittendrin und ein aktiver Teil des Geschehens.

Rollen-spiel?

Wie der Name schon sagt, übernimmt man beim Rollenspiel eine Rolle (auch Charakter genannt). Das tollste dabei: der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Man kann der strahlende Held in Ritterrüstung sein, ein Komissar für Mordfälle, ein Geheimagent, ein Vampir oder sogar ein Weltraumkapitän. Das gleiche gilt für deine Mitspieler, auch sie übernehmen alle eine Rolle. Weiterlesen ‚Hobby Rollenspiel? – Ein kleiner Leitfaden für Einsteiger‘

Gastbeitrag: Rollenspiel aus der Sicht einer Banausin

Corinna Dumat / pixelio.de

Ich war schon immer eine passionierte Science-Fiction-Liebhaberin (es gibt sie wirklich: ich bin eine der wenigen, die sowohl Star Trek, als auch Star Wars über alles lieben, jedoch mit leichter Präferenz des Letztgenannten), habe seit dem ich lesen kann (also seitdem ich 3 Jahre alt war) meine Nase tief in Fantasyliteratur vergraben, die Helden meiner Kindheit waren dank meines Vaters (der vielleicht zuzüglich seiner zwei Töchter gern einen Sohn gehabt hätte) He-Man, der Terminator, Indiana Jones und Guybrush Threepwood und ich habe mit größter Begeisterung und nächtelanger Ratespiele diverse (Lucas-)Adventures und Actionspiele am Computer durchgespielt (vielleicht steht auch genau in diesem Moment ein dreiköpfiger Affe hinter dir?). Macht mich das zu einem Nerd? Vielleicht.

Ein wichtiger Aspekt, der mich zu einem Vollblutnerd gemacht hätte, fehlte dabei jedoch immer und ich muss zugeben, dass ich darüber erst während der letzten Jahre gestolpert bin: das Rollenspiel. Meine ersten Assoziationen zu diesem Begriff waren verwegen: ein paar seltsam gekleidete Gestalten, die entweder im Wald in peinlichen Kostümen mit noch peinlicheren Plastikschwertern aufeinander einprügeln („Lightning Bolt!“) oder die zeitweise ‚leben wie im Mittelalter’, was im eigentlichen Sinne bedeutet: essen wie ein Schwein und sich dreckig machen, um dann mit hundert nackten Männern in einem riesen Badetrog sitzen, dabei laut und dreckig lachen, um sich wie ein waschechter Ritter zu fühlen. Nachdem ich als Kind Prinzessin Fantaghiro geschaut habe, bin ich oft mit Pfeil und Bogen wie ein angestochenes Tier durch den Garten gestürmt und habe als Kriegerprinzessin zum Leidwesen meiner Eltern versucht, gemeingefährliche Tauben oder die ältere Schwester zu erlegen. Die Vorstellung von Rollenspiel hatte für mich daher immer etwas eher kindlich-naives an sich, was auch die Vorstellung des Rollenspielers als scheuen, pickeligen und Sonnenlicht gegenüber überempfindlichen Gesellen umfasste. Ich weiß, meine Vorstellungen waren nicht sonderlich differenziert. Weiterlesen ‚Gastbeitrag: Rollenspiel aus der Sicht einer Banausin‘

Pro und Con-tra

Ich bin Rollenspieler und war noch nie auf einer Convention. So, jetzt ist es raus. Seit 15 Jahren betreibe ich dieses Hobby und bin bisher noch nie großartig mit „der Szene“ in Kontakt getreten. Auch meine Mitspieler/Freunde sind keine Con-gänger. Warum eigentlich?

Geeklevel over 9000

Klar bin ich ein N3rd und interessiere mich für n3rdige Themen. Ich lese in diversen Foren mit, finde Rollenspieltheorie bis zu einem gewissen Grad interessant und an News rund um das Hobby bin ich stets interessiert. Gerade auf Conventions bekommt man die frischen Informationen zu allen möglichen Teilbereichen des Hobbies, man kann mit den Machern der Spiele in persona sprechen und neue Kontakte knüpfen. Und doch war ich noch nie auf einer Convention. Die Diskussion auf Arkanil hat meine grauen Zellen angeregt mal zu überlegen, warum ich eigentlich noch nie eine Con aufgesucht habe.

N3rds, überall N3rds

Würde man mir auf der Straße begegnen, würde vermutlich keiner auf die Idee kommen, dass ich ein nerdiges Hobby betreibe und ich bin auch froh darüber. Mir ist es nicht peinlich, dass ich ein Rollenspiel-Hobbyist bin, aber leider werden mit dem Hobby Rollenspiel immer noch dickbäuchige, langhaarige, ungewaschene und verpickelte Menschen in Verbindung gebracht. Wenn man sich als Rollenspieler „outet“ bekommt man oft die gleichen Fragen gestellt, die genau diese Stereotype ausloten. Und eigentlich weiss ich es ja besser. Denn ein Blick in meinen Mitspieler/Freundeskreis offenbart, dass „ganz normale Leute“ das Hobby betreiben und dem Stereotyp kontrastiv gegenüber stehen.

Das Stereotyp lebt

Aber leider gibt es sie doch, diese Klischee-Rollenspieler. Zu oft musste ich mich schon mit solchen Menschen auseinandersetzen. Zum Beispiel als wir auf Spielersuche für unsere Runde waren. 90% der Menschen die sich bei uns vorgestellt haben waren einfach zu… naja… zu geekig. Menschen die nur noch für das Hobby leben sind mir irgendwie suspekt. Deswegen bin ich froh, dass ich mit Leuten zusammenspiele die das Klischee eben nicht erfüllen. Und ebenjene Klischee-Rollenspieler schrecken mich immer wieder ab auf Rollenspiel-Conventions zu gehen. Vermutlich ist der Prozentsatz solcher Klischee-Spieler ziemlich gering auf den meisten Conventions, aber trotzdem schreckt es mich irgendwie ab.

Welche Con passt zu mir?

Das Interesse auf eine Convention zu fahren ist dennoch vorhanden. Wo also kann ich als „Normalo“ – naja ganz normal sind komplett zutätowierte Asoziale ja nun auch nicht – hingehen und mich wohlfühlen ohne mich als N3rd der N3rdszene fremdzufühlen? Ich bitte um Empfehlungen🙂

PS: Mir ist bewusst, dass das Genus des Wortes „Convention“ nicht generell geklärt ist😉

Back to the future – Battletech

Es gibt Spiele mit denen man groß geworden ist und an denen man irgendwann das Interesse verliert. Man verkauft die entsprechenden Boxen oder sie gehen irgendwann verschütt. Selbst mühselig angemalte Figuren verschwinden in einem Paralleluniversum ohne Wiederkehr. Battletech ist für mich eines dieser Spiele. Einer meiner Brüder besaß früher die Grundbox mit der wir lange spielen konnten. Leider haben wir Battletech dann irgendwie aus den Augen verloren und uns vor allem Pen&Paper Rollenspielen zugewandt. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass Ulisses-Spiele die Einsteigerbox neu aufgelegt hat. Diese habe ich vor kurzem erworben um dann mit meinen Brüdern – mit wem auch sonst? – eine Runde kleine Kampfroboter zu zerschießen. Weiterlesen ‚Back to the future – Battletech‘